Das Beste aus unserer Bio-Landwirtschaft – 100% handgemacht in Bayern

Das flüssige Gold fließt zäh vom Löffel, kommt manchmal aber auch ganz cremig daher. Eines ist er immer: süß. Honig ist ein heimisches, regionales Produkt und darf deshalb als Zutat in meinen Lebkuchen nicht fehlen.

Erst dachte ich mir: wieso soll ich hier überhaupt was über Honig erzählen – kennt doch wirklich jeder.. Aber wie mit so vielem ist es eben nicht selbstverständlich, dass wir genau Bescheid wissen. Die Grundlage für jeden Honig in unseren Gefilden bildet der Nektar, ein süßer Saft, der in der Blüte von Pflanzen zu finden ist. Den brauchen die Bienen für ihre Ernährung und versorgen damit auch ihre Aufzucht. Alles, was dabei übrig bleibt, wird in den Honigwaben als Reserve gespeichert.

Die schlaue Natur hat aber noch einen zweiten Grund: das Anlocken der Bienen geschieht auch deswegen, weil sie beim Sammeln des Nektars gleichzeitig Pollen sammeln und diese dann von Blüte zu Blüte tragen. Dabei wollen sie doch eigentilch nur den Nektar. Der Nebeneffekt, auch Bestäubung genannt, ist allerdings DIE Grundlage für das Entstehen der Früchte. Wir als Landwirte sind also extreme Fans der Bienen, weil sie DIE Nutztiere überhaupt darstellen.

Viele Landwirte haben in den letzten Jahren angefangen, selbst zu imkern. Als Imkerei wird übrigens das Hegen und Pflegen der Bienenvölker und die Gewinnung des Honigs bezeichnet. Ich bin ganz erstaunt: anscheinend hat man damit schon vor tausenden von Jahren angefangen. Dass die Ägypter bereits Honig kannten, wusste ich. Aber Höhlenmalereien zeigen wohl ebenfalls schon die gezielte Haltung von Bienenvölkern zur Honiggewinnung. Das wilde Sammeln von Honig wurde dann Zeidlerei genannt und die Zeidler waren als Zunft noch lange sehr angesehen. Sie machten aus dem Bienenwachs auch Kerzen.

Mit der Entdeckung des Zuckers verlor die Imkerei an Bedeutung – man hatte nun eine alternative Süßungsquelle gefunden. Paradox: heute hat man erkannt, dass genau dieser Zucker leider nicht besonders gesund für uns ist. Man versucht ihn durch Alternativen – u.a. Honig – zu ersetzen. Außerdem ist uns aufgefallen, dass Bienen zur Bestäubung unserer Pflanzen wichtig sind.

Was ich zum Thema Bienenschutz bzw. Artenvielfalt zu sagen hatte, gibt es hier zu lesen. Nicht Bauern haben die Bienen auf dem Gewissen, sondern unsere gesamtgesellschafltiche Entwicklung. Kauft also weiterhin regionale Produkte aus bäuerlicher Landwirtschaft und unterstützt die Imker. Der Honig für meine Lebkuchen wurde im Laufe diesen Jahres von fleißigen Bienchen auf dem Bio-Rotkleefeld in Hechendorf gesammelt.

 

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