Das Beste aus unserer Bio-Landwirtschaft – 100% handgemacht in Bayern

Die beliebten Lebkuchen aus meinen Bio-Kartoffeln sind jedes Jahr ein Highlight, auf das ich mich ganz besonders freue. Immer wieder werde ich erstaunt angeschaut: "Wie, Kartoffeln im Lebkuchen?!" Deshalb erzähle ich in den nächsten Wochen etwas mehr über dieses schöne Gebäck.

Mein lieber Lebkuchen ist schon ungefähr 600 hundert Jahre alt. Er entstand im Mittelalter, nachdem die Bäcker endlich genug über das Brotbacken wussten und sie mal was anderes machen wollten. So mischten sie Honig, Tockenfrüchte und Gewürze in den Teig und formten kleine Fladen daraus. Aus dem mittelhochdeutschen Wort für “Fladen” und unserem hochdeutschen Wort “Kuchen” entstand so der Begriff für das wohlschmeckende Gebäck. Anscheinend schlug diese Erfindung ein wie eine Bombe, denn die Macher der Lebkuchen gründeten 1643 im Nürnberger Raum (wen wunderts…) die Zunft der “Lebküchner”. Weil sie eh mit Honig zu tun hatten, befassten sie sich gleich noch mit dessen Nebenprodukt und betrieben Wachszieherei, was noch recht lange bei sehr traditionsträchtigen Konditoren der Fall war. 

Dass man anfänglich nur mit Honig süßte, lag schlicht und einfach daran, dass es Zucker in Europa noch nicht gab – zumindest nicht für Normalbürger. Rohrzucker wurde importiert und war zunächst nur den Reichen zugänglich. Man machte daraus hauptsächlich Medizin – klar, mit dem Zucker waren die Arzneimittel viel eher genießbar. Das hat wiederum so gut funktioniert, dass der Legende nach ein Apotheker irgendwann einfach die Arznei weggelassen und das Produkt als “Konfekt” verkaufte. Pharmazeuten waren also die ersten Zuckerdealer 🙂 

Mitte des 18. Jahrhunderts machte Andreas Sigismund Marggraf die bahnbrechende Entdeckung, dass in der Runkelrübe ebenfalls Zucker enthalten ist. Und daraus ist dann unser heutiger Industriezucker geworden, den wir alle zu Hause haben und viel zu oft verwenden. Aber erst damit war es auch möglich, süßes Gebäck zu vertretbaren Preisen herzustellen.

Aber: wo sind denn jetzt die Kartoffeln

Fortsetzung folgt…

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