Produkte

Meine Produkte

Meine Produkte zeugen davon, was in unserer Region zwischen München und dem Fünfseenland angebaut wird. Angefangen habe ich mit Kartoffeln, die in Alling angebaut werden. Dort, aber auch in Hechendorf, werden auch Getreide und Öl- bzw. Hülsenfrüchte angebaut. Diese Vielfalt brauchen wir aufgrund des uralten Prinzips der Fruchtfolge, also des Wechsels der Kulturen auf demselben Feld. 

Und genau das möchte ich in meinen Produkten widerspiegeln: die Vielfalt, die so ein Ackerbaubetrieb zu bieten hat. Manche Früchte kann man einfach ernten und sofort essen (Kartoffeln), andere müssen erst verarbeitet (Ölfrüchte) oder aufbereitet (Getreide, Hülsenfrüchte) werden. 

Kartoffeln

Am schnellsten kann ich nach der Ernte die Kartoffeln anbieten. Sie müssen ja wirklich nur ausgegraben werden. Die Kartoffeln werden jedes Jahr auf einem (oder mehreren) Äckern in Alling angebaut. Insgesamt sind es meist rund 7 bis 10 Hektar. Das macht der Betrieb meiner Eltern schon seit vielen Jahren. Und nein – ich vermarkte nicht diese komplette Ernte selbst. Mal kurz hochgerechnet: Der Hektarertrag bei Bio-Kartoffeln liegt bei ca. 25 Tonnen. Je nach Anbaufläche müsste ich also rund 200 Tonnen Kartoffeln vermarkten… das in handlichen 1-kg-Päckchen macht… keinen Sinn 🙂 Diese Kartoffeln werden über Bioland vermarktet und ihr findet sie teilweise auch im Einzelhandel.

Für mich werden am Rand einfach ein paar Reihen angebaut. Ich suche mir jedes Jahr 4 Sorten aus, die speziell für mich bestellt werden. Das sind immer die bunten Sorten und die Hörnchen. Die Sorten Agria und Queen Anne sind die, die auf dem restlichen Acker wachsen dürfen. Davon bekomme ich auch einen gewissen (kleinen) Teil. 

Da ich nur diese kleinen Mengen habe, gibt es kaum maschinelle Ausstattung. Ich habe weder eine Sortiermaschine noch eine Verpackungsmaschine. Jede Knolle wird mindestens 3 mal von uns per Hand bewegt: bei der Ernte, beim Sortieren in Lagerkisten und bei Einpacken in die Tüte. Die einzige Maschine, die ich habe, ist eine Sack-Nähmaschine. 

Der Anbau der besonderen Sorten ist mir wichtig, weil auch das die Vielfalt der Kartoffel zeigt. Es gibt weltweit ein paar Tausend Kartoffelsorten (es kursieren Angaben zwischen 2000 und 4000…), rund 200 davon sind in Deutschland zugelassen. Ich verstehe es total, dass man sich als Profi auf bestimmte Sorten festlegen muss. Da weiß man einfach was man hat und letztlich reagiert man damit auch darauf, was der Handel und der Endverbraucher nachfragen. 

Wer also einfach mal ein bisschen Vielfalt auf dem Teller haben möchte, kann unter meinen Produkten die passende Knolle finden. 

Wintergetreide

Wenn der Kartoffelacker abgeerntet ist, hat der Boden ganz schön gelitten: die schweren Erntemaschinen verdichten die Bodenschichten und die Nährstoffe wurden ziemlich entzogen. Im Bioanbau müssen wir jetzt definitiv ausgleichen und die leeren Speicher wieder füllen. Das kann man im Laufe der Fruchtfolge auf unterschiedliche Art machen. Gängig ist, dass man nach den Kartoffeln auf dem Acker Kleegras anbaut. Das liefert dem Boden Stickstoff zurück und lockert ihn gleichzeitig etwas auf. Und das lässt man dann auch tatsächlich mindestens 1 Jahr stehen. Es kann gemäht und als Tierfutter verwertet werden.

Im Anschluss kann man gut ein Wintergetreide anbauen. Das sind Kulturen wie z.B. Dinkel, Weizen oder Roggen. Sie werden im Herbst ausgesät, fangen dann noch an zu wachsen und gehen dann im Winter in eine Ruhephase. Unter einer Schneedecke halten sie auch gut eisige Temperaturen aus. 

So, dann schauen wir doch mal, welche Produkte ich daraus anbiete…

Aus Getreide wird hauptsächlich Mehl gewonnen. In meiner kleinen Mühle mache ich auch regelmäßig Dinkelmehl. Aber ich möchte auch den Grieß verwerten, der beim Mahlen entsteht. Ich biete ihn ebenfalls an, und alternativ verwende ich ihn in meiner Cookie-Backmischung

Aus dem ganzen Korn kann man aber auch wunderbar Flocken für Müsli herstellen. Deshalb gibt es bei mir auch Getreideflocken, die ich frisch in meiner kleinen Flockenquetsche mache.

Sommerkulturen

Nach dem Wintergetreide, das im Sommer gedroschen wird, kann man dann nochmal eine Zwischenfrucht aussäen. Das sind meisten Mischungen mit vielen Kleesorten und Luzerne oder Ölrettich.. je nach Bedarf für den jeweiligen Acker. Diese Zwischenfrucht friert dann im Winter ab (es soll aber auch schon viele Winter gegeben haben, in denen dieses Prinzip nicht aufgegangen ist :)) und kann im Frühling umgebrochen werden.

Auch möglich ist, dass man keine Zwischenfrucht sät und dafür schon im Herbst den Acker pflügt. Der dann kommende Frost im Winter macht den Boden mürbe, oder „gar“. Für welchen Weg man sich entscheidet, ist abhängig davon, was man im Frühjahr anbauen möchte.. und auch davon, auf was man mehr Lust hat….

Als „Sommerungen“ können im Frühjahr nun verschiedene Früchte angebaut werden: entweder ein Sommergetreide wie Hafer, Leguminosen wie Linsen oder Ölfrüchte wie Sonnenblumen, Leindotter, Lein oder auch Senf

Nebenprodukte

Aus diesen ganzen schönen Erzeugnissen kann man dann also wunderbare Produkte herstellen. Beim Herstellungsprozess entstehen dann zum Teil aber auch wieder „Nebenprodukte“. So erhalte ich beim Ölpressen neben dem Öl auch den trockenen Presskuchen, der als Tierfutter genutzt werden kann. Aus dem Senf-Presskuchen mahle ich Senfmehl und mache daraus einen eigenen Senf. 

Aus den Abfüll-Resten des Sonnenblumenöls stelle ich Naturseifen her. 

Ziel ist es, die Produkte bestmöglich zu verwerten und so wenig wie möglich wegzuwerfen.

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