Das Beste aus unserer Bio-Landwirtschaft – 100% handgemacht in Bayern

Sie sind der beste Freund des Menschen und treue Begleiter durch alle Lebenslagen: die lieben Hunde. Und glaubt mir, ich liebe Hunde. Am liebsten hätte ich selber einen, aber ich habe nicht die Möglichkeit ihn mit ins Büro zu nehmen und damit ist’s auch schon gegessen.

Unsere Feldwege sind sehr beliebte Spazierstrecken, auch für viele Hundebesitzer. Leider scheinen nicht alle umfassend informiert zu sein, was es bedeutet mit dem Hund in der Natur unterwegs zu sein. Deshalb fasse ich mal ein paar Dinge zusammen.

Was sollte ich wissen, wenn ich mit einem Hund in der Natur unterwegs sein möchte?

Das Bayerische Naturschutzgesetz regelt so einiges und es lohnt sich (nicht nur für Hundehalter!), das mal durchzulesen. Da steht nämlich zum einen (Art. 27), dass “alle Teile der freien Natur, insbesondere Wald, Bergweide, Fels, Ödungen, Brachflächen, Auen, Uferstreifen und landwirtschaftlich genutzte Flächen, […] von jedermann unentgeltlich betreten werden [können].” Allerdings mit der Einschränkung (Art. 30), dass “landwirtschaftlich genutzte Flächen (einschließlich Sonderkulturen) und gärtnerisch genutzte Flächen […] während der Nutzzeit nur auf vorhandenen Wegen betreten werden [dürfen]. Als Nutzzeit gilt die Zeit zwischen Saat oder Bestellung und Ernte, bei Grünland die Zeit des Aufwuchses.” Gesät wird ab März/April, die Ernte geht teilweise bis in den November. Häufig werden aber, gerade im ökologischen Landbau, bereits Zwischenfrüchte vor der Ernte ausgesät, die dann auch über den Herbst/Winter wachsen.

Leine: ja oder nein?

Bezüglich der Leinenpflicht besagt das Gesetz: der Hund kann frei laufen. Gemeinden können dazu auch gesondert eigene Regelungen haben, da muss man sich also auch bei Ausflügen jeweils vor Ort informieren. Große Hunde ab 50cm Schulterhöhe sowie Kampfhunde müssen meistens an der Leine gehen.

Wichtig ist in jedem Fall: Der Hund muss beaufsichtigt sein und darf nicht wildern. 

Laut “Jagschutzparagraph” (BayJG, Art. 42 Abs. 1) dürfte ein Jäger einen wildernden Hund unter bestimmten Voraussetzungen tatsächlich erschießen. Der Jäger hat nämlich die Pflicht, das Wild zu schützen, vor allem während der Brutz- und Setzzeit (1. April bis 15. Juli). Und das gilt nicht nur im Wald, sondern auch in sämtlichen Wiesen- und Ackerflächen– innerorts und außerorts. Sicherlich kommt das nur in absoluten Ausnahmefällen vor und kein Jäger würde so etwas gerne tun. Verständlich ist aber vielleicht auch, in welcher Zwickmühle er sich befindet.

Verordnung zur Reinhaltung öffentlicher Straßen und Gehwege

Diese Verordnung kennen wir als Landwirte sehr genau: vom Pflügen bloß nicht zu viel Dreck ausm Acker mit auf die Straßen ziehen. Wenn es sich mal nicht vermeiden lässt, kommt man lieber nochmal mit dem Besen und kehrt den Dreck weg. Und ja: Feldwege sind laut Bayerischem Straßen- und Wegegesetz ebenfalls gemeint. Aber nicht nur wir sollen unseren Dreck wieder wegmachen, sondern auch die Tierhalter. Dein Tier, dein Dreck. 

Fazit:

Ein Hund bedeutet viel Verantwortung. Auf der einen Seite hat man Verantwortung für das Tier: artgerechte Haltung, viel Bewegung, das richtige Fressen. Auf der anderen Seite ist der Hund ein Teil von dir, du bist für ihn und seine Taten verantwortlich. Und ja, dazu muss man sich auch mit den geltenden Gesetzen auseinandersetzen. Man sollte schon wissen, was man darf und was nicht, bevor man ins Tierheim oder zum Züchter geht. Als Landwirt hört man immer wieder den Satz “Die Natur ist für uns alle da.” Ja, stimmt. Aber damit sind wir auch allesamt für sie verantwortlich. Wer sich dafür entscheidet einen Hund anzuschaffen, verpflichtet sich umso mehr, zusammen mit diesem Tier wertschätzend und umsichtig mit unserer Natur umzugehen.

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