Das Beste aus unserer Bio-Landwirtschaft – 100% handgemacht in Bayern

Der Neumüller-Hof in Hechendorf

Ich bin ganz schön rumgekommen – von Alling hab ich es knappe 20km weiter nach Hechendorf geschafft 🙂

Berni und ich haben uns im Bildungsprogramm Landwirtschaft kennengelernt. Im Jahr 2015 haben wir gleichzeitig mit dem Programm begonnen und die Schulbank montagsabends gedrückt. Dort treffen sich so einige Bauernkinder, die einen Betrieb zuhause haben und selbst einen anderen Beruf erlernt haben. Meinen Werdegang habe ich ja schon beschrieben, Berni ist gelernter Fluggerätemechaniker. Wir saßen nebeneinander, haben uns vom ersten Moment an gut verstanden – und der Rest ist Geschichte.

Jedenfalls hat Berni den Betrieb seines Vaters übernommen, den Neumüller-Hof in Hechendorf am Pilsensee. Ursprünglich hieß der Hof “Schegg”, bis Bernis Uroma einen ledigen Buben mit in die Ehe brachte, der Ihren Namen, Neumüller, trug. Er erbte den Betrieb und seitdem wird er von den Neumüllers weitergeführt. 

Seit 2017 ist der Hof auf ökologische Bewirtschaftung umgestellt und Berni ist Mitglied im Verband Naturland. Die ersten beiden Jahre gelten ja als Umstellungsphase und die Erzeugnisse werden als sogenannte “U-Ware” vermarktet. Erst im dritten Jahr hat man die richtige ökologische Ware (“A-Ware”). Deshalb probiert er gerade noch einiges aus, was gut in seine Fruchtfolge passen würde. Und so kam es auch zu dem Versuch, im Jahr 2020 die Sonnenblumen zu säen. Gleichzeitig probierte er im Rahmen seines Meisterprojekts den Anbau von Speiselinsen aus, was ebenfalls ganz gut funktioniert hat.

Ackerbaulich liegt Hechendorf schon sehr an der Grenze. Die Böden sind zum Teil sehr schwer und es gibt unheimlich viele Steine, wodurch viele Kulturen nicht sinnvoll angebaut werden können. Deshalb kommen die Kartoffeln weiterhin aus Alling, wo wir sandigere Böden mit weniger Steinen haben. 

Warum verkauft jetzt eigentlich “Fräulein Müller” die Produkte vom Neumüller-Hof? Warum macht Berni das nicht selber? Oder ich, unter seinem Namen? Das hat viele Gründe… Mein Gewerbe als “Fräulein Müller” hatte ich einfach schon. In Hofläden darf man immer nur eigene Erzeugnisse verkaufen. Sobald man zukauft, oder verarbeitet (wie meine Pralinen und Lebkugeln), ist man sowieso gewerblich unterwegs. Deshalb kann man das einfach auch von vornherein trennen. Außerdem hat so auch jeder ein bisschen “seins”. Berni ist Ackerbauer und gut darin, die Produkte zu erzeugen. Ich wiederum bin eher diejenige, die ein Händchen für die Verarbeitung und Vermarktung hat. 

Ja und dann gibt’s bei mir ja auch noch den zweiten Betrieb, den meines Bruders in Alling – wo auch die Kartoffeln herkommen. Dieser Kombi kann ich am besten Rechnung tragen, wenn ich es so mache, wie ich es mache… 

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