Das Beste aus unserer Bio-Landwirtschaft – 100% handgemacht in Bayern

Von Frl. Müller

Da sitzt es, das kleine Mistvieh – als wäre es das normalste von der Welt. Und frisst ein Blatt nach dem anderen bis auf den Stängel herunter. Die kleine rote Larve des Leptinotarsa decemlineata sieht eigentlich recht harmlos aus. Sie meint es bestimmt auch gar nicht böse, aber sie nervt… tierisch. Wieso? Weil sie die Blätter dann am liebsten mögen, wenn sie in vollem Saft dastehen. Und solange die Pflanze grün ist, wachsen ihre Knollen unter der Erde – meine Kartoffeln. Keine Pflanze, keine Knolle – oder nur sehr kleine.

Naja, ich kann mit Feinden besser umgehen, wenn sie einen Namen haben… darum nenne ich das Mistvieh jetzt mal Larissa. Larissas Mama, wir nennen sie Katinka, ist ein besagter Leptinotarsa decemlineata oder zu Deutsch Kartoffelkäfer. Der Name sagt es schon: die Dinger haben zehn Streifen, woran man sie gut erkennen kann. Katinkas Vorfahren kommen ursprünglich aus Colorado, USA. In Europa fand man die zehn Streifen wohl trendy und hat sie zu uns eingeschleppt, ähnlich wie die vielen Telefone mit dem Apfel drauf. Nun hat Katinka einen kleinen Winterschlaf im Boden gemacht, krabbelt im Frühjahr umher und legt im Juni auf der Unterseite von Kartoffelpflanzen ihre Eier ab. So tausend ungefähr… sicher ist sicher. Nach ein paar Tagen schlüpft dann Larissa mit ihren 999 Geschwisterchen und sie alle haben Hunger. Deshalb kann man dann so herrlich schöne Fotos von den Kartoffelpflanzen machen. Wenn alles kahl gefuttert ist, verkriechen sie sich nach ca. 3 Wochen schon wieder im Boden und verpuppen sich. Und hurra, da schlüpfen dann neue Katinkas und das Spiel geht im nächsten Jahr von vorne los.

Ergo: im Juni muss man definitiv überprüfen, ob da Käfer rumkrabbeln. Die sollten dann gleich bekämpft werden, damit gar nicht erst so viele hungrige Larven schlüpfen.

Abgesehen von der Tatsache, dass sich Larissa und Katinka ausschließlich von Kartoffelpflanzen ernähren, habe ich natürlich nichts gegen sie. Trotzdem denke ich, dass es in Colorado bestimmt auch schön ist und würde ihnen nahelegen, wieder in ihre alte Heimat zurückzukehren… 🙂

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